Dienstag, 26. Februar 2008

Geplanter Wählerverrat

Frau Ypsilanti kann lesen und schreiben. Nur mit der dritten, damit zusammen hängenden Sache kommt sie anscheinend nicht klar. Zuerst will sie dem Wähler klar machen, das eine irgendwie geartete Kooperation mit DER LINKEn absolut nicht in Frage kommt, dann ist sie mit einem Mal doch bereit, mit deren Stimme (und zwar nur deren Stimme) sich zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen, um nach einem halben Jahr Neuwahlen anzusetzen. Dieser Plan an für sich zeigt schon die Kurzsichtigkeit dieser Frau. Zudem Neuwahlen dann wirklich die Lösung wären und DIE LINKE dann locker in Hessen über die 10%-Marke rutschen würde, während die FDP weg vom Fenster wäre.

Das nun Frau Ypsilanti noch die Unverfrorenheit besitzt, an den hessischen FDP-Führer, den gesichtslosen Niemand Hahn, einen persönlichen Brief auch noch persönlich zu überreichen, spricht nicht eben für eine genutzte Intelligenz. Jedoch folgender Auszug aus ihrem Brief gibt einen Aufschluß darüber, wie weit das mit der Paktiererei gehen soll.

Unstrittig zwischen beiden Parteien sei auch der Reformbedarf bei der Schulzeitverkürzung. Die Differenzen über die von der SPD propagierte Gemeinschaftsschule seien "verhandelbar". Beim Grundsatzstreit über Studiengebühren seien beide Parteien immerhin einig, dass deren Abschaffung nicht die Hochschulfinanzen schmälern dürfe.

Womit im Klartext dargestellt wird, kommt die FDP ins Boot, hilft mit beim Regieren in Hessen aktiv mit als loyaler Koalitionspartner (wann war denn bitte einmal die FDP gegenüber der SPD wirklich loyal?), dann sieht Frau Ypsilanti davon ab, die Studiengebühren abzuschaffen. So sieht es aus. Diese Frau zur Landesspitzenkandidatin zu machen, war von der Landesparteispitze ein ganz gewaltiger Fehler. Nicht nur, das sie einen auf Umfaller macht. Nein, sie diskreditiert automatisch alle ehrlichen und anständigen Studenten, die sich ihr Studium mit einer Studiengebühr nicht mehr leisten können. Und auf dem regulären Arbeitsmarkt nicht einmal mehr die günstigen € 400,--Jobs bekommen, da Frau Ypsilanti sich ja für die Ausdünnung dieses Bereiches eingesetzt hat. Diese Frau ist unwählbar geworden. Ich ziehe nun einmal mehr Herrn Tarek al-Wazir als neuen Ministerpräsidenten vor, da dieser in jedem Fall die Bildungsgebühr an unseren Universitäten weg haben will.

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