Samstag, 9. Februar 2008

Seehofers Verbotsstaat

Ich erinnere mich noch Dunkel. Vor einigen Jährchen hatten wir einmal einen sehr konservativ eingestellten Bundesgesundheitsminister. Ein Mann, dessen Posten heute eine Frau macht. Und zwar schlechter als er es je hätte machen können!

Aber denken wir doch zuerst einmal nach nach, mit welcher Person wir bei Herrn Horst Seehofer überhaupt konfrontiert sind. Der Mann hat eine gute Ausbildung genossen. Da sein Vater nur einfacher Bauarbeiter war, kann dieser also richtig Stolz darauf sein, wie weit es sein Junior gebracht hat.

In der langen Zeit in der Politik und mit seinem sozialen Gewissen behaftet machte er sogar unter Dr. (37.fach) Helmut Kohl Karriere. Auch ein Umstand, der sich viele Jahre später auszahlen sollte. Und da er einmal Gesundheitsminister gewesen ist, half er schon bei den letzten Gesundheitsreförmchen aktiv mit, um die Zahlungslast möglichst fair auf möglichst wenigen Krankenversicherten zu verteilen.

Horst Seehofer ist unter anderem der Vater von einigen wirklich genialer Gesetze. Darunter auch dem neuen Nichtraucherschutzgesetz, das man auch als Antirauchergesetz interpretieren kann. Gleichzeitig macht er sich stark dafür, das der freie Verkauf von Alkohol auch für über 18jährige Nichtpolitiker stark eingeschränkt wird. Dies hätte zur Folge, das solche Discounts wie Lidl, Aldi & Plus eine Gewinneinbuße von mehreren Prozentpunkten verkraften müssten, die sie mit ihren herkömmlichen Warensortimenten nicht kompensieren könnten.

Und als ehemaliger Gesundheitsminister liegt ihm die Gesundheit des deutschen Volkes so sehr am Herzen, das er sogar bereit ist, etwas gegen die deutsche Fettleibigkeit (die nur in der Statistik aber nicht in einem Hartz IV-Land existieren kann) zu Felde zu ziehen. Um es einfach und offen heraus zu sagen:

An dem Tag, an dem der letzte Fettleibige tot, der letzte Raucher verstorben und der letzte Alkoholiker ausgestorben ist, werdet ihr feststellen, das man leerstehende Häuser nicht essen kann.

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