Mittwoch, 13. Februar 2008

Die Wolff geht - endlich!

Es ist schon eine Ironie, wenn ausgerechnet die Person mit als Erstes ihr Amt hinschmeißt, der wir Hessen so viel Unbill zu verdanken haben. Landesbildungsministerin Wolff zieht den Schwanz ein und trennt sich von ihrem Amt. In einem offenen Brief, der mehr Phrasen als wirklich handfeste Aussagen enthielt (man kennt das von der ehemaligen Religionslehrerin ja), teilte sie ihrem Noch-Landeschef mit, das sie geht.

Auch der CDU-Landtagsfraktionschef Christean Wagner hat Wolffs neunjährige Arbeit gewürdigt. Er lobte ihr Tun als "historische Leistung für unser Schulwesen", denn "unsere Schüler haben heute weit bessere Chancen als noch 1998 im letzten rot-grünen Regierungsjahr", erklärte Wagner.

Normalerweise paßt an diese Stelle der Spruch mit der Ratte, die den absaufenden Kahn verläßt, aber so weit wollte ich eigentlich nicht gehen. Das, was mir hierbei zu schaffen macht, ist die gnadenlose und erbarmungslose Offenheit von Frau Wolff. In ihrem offenen Brief gibt sie zu, in ihrer neunjährigen Amtszeit nichts als Unsinn fabriziert zu haben. Und sie gibt damit auch gleichzeitig zu, das die Politik ihres Dienstherren nicht sonderlich gut für dieses Bundesland war. Bei so viel Ehrlichkeit stellt sich nun die Frage, warum diese Frau (die die 50 noch nicht erreicht hat) vergangene Woche aus dem hessischen Philologenverband ausgetreten ist! Da schien sie noch den Mut und die Kraft gehabt zu haben, weiterhin als total unqualifizierte Ministerin im Amt zu bleiben - und heute wirft sie in einem offenen Brief Ministerpräsident Koch alles vor die Füße. So etwas ist erschreckend. Ihre Schulpolitik mit dem G8 und der Unterrichtsgarantie plus ebenfalls.

Liebe Frau Wolff, sollten sie dies lesen, seien sie sich mit einem versichert: Ich weine Ihnen keinerlei Träne nach und vielleicht finden sie eine Diozöse, die sie bereitwillig wieder als Religonslehrerin einstellt. Und das sie nun, in Vertretung ihres Chefs Roland Koch, die verlorene Landtagswahl auf ihren Buckel nehmen, ehrt sie - macht aber dennoch keine bessere Christin aus Ihnen. Melden sie sich bei Bischof Algermissen in Fulda zur Beichte und geloben sie Besserung. Ich jedenfalls bin froh, das sie endlich weg sind.

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