Sonntag, 3. Februar 2008

Des einen Leid ...

... ist des anderen Freud!

Oder, um es leicht verständlicher auszudrücken: Die Rechte in der FDP weiß nicht mehr, was ihre Linke tun soll. Es ist erschreckend, wenn man es sich genauer betrachtet. Jetzt, wo sogar der CDU die machtpolitischen Felle in Hessen endgültig davon zu schwimmen drohen, entscheidet sich die FDP wider Erwarten doch noch dazu, ein wenig ihr Hirn einzusetzen.

Liest man die Zeitungsartikel richtig, wird einem klar, das hier wohl kaum von einem der CDU nahe stehenden Blattes, extra Werbung für eine Partei betrieben wird, die man als Verräterhaufen ansieht, nachdem sie in den frühen 80'er Jahren still und leise der SPD in den Rücken fiel und Dr. (37fach) Helmut Kohl zur Kanzlerschaft verhalf.

Und nun offenbart sich hier ganz Übel, das die FDP selbst nicht mehr weiß, was sie tun soll. Einerseits stellt sie in Hessen nun ein Teil des Problems dar, aber solange Mr. Farblos immer noch darauf besteht, gemeinsame Sache mit Ministerpräsident Roland Koch zu machen, wird sich da auch niemand vom Fleck bewegen. Hier pokert die FDP mal wieder um Ministerien - und um Macht, um die Reformarbeiten der SPD in Hessen gezielt zu stören.

An ihrer Stelle würde ich mir einen kleinen ruhigen Platz neben der LINKEN aussuchen und einfach abwarten, was geschieht. Aber vor dem 5. April sich in irgendeiner Richtung zu bewegen, könnte bundespolitisch den Selbstmord der Verrätertruppe nur beschleunigen. Immerhin ist der beste Mann: Jürgen Möllemann nur ganz zufällig verunglückt. Wäre er heute noch da, wäre noch ein wenig Profil in der FDP. Otto Solm jedoch stellt nicht das Profil dar, das die Partei gerne hätte. Und ohne Profil kann man auch nicht mitbestimmen.

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