Sonntag, 24. Februar 2008

Die Legende der Ampelkoalition - und deren Machbarkeit

Eigentlich stänkere ich nicht gerne. Aber in der letzten Zeit hat Mama Sozialdemokratie einen solchen politischen Schwachsinn fabriziert, das die Partei bereits unwählbar geworden ist. Dahingehend unwählbar, das auf einmal ehemalige SPD-Genossen, die in das tiefrote Parteibuch wechselten, nicht mehr als kommunikative Partner angesehen werden.

Nicht nur, das dies genau der verlogenen Politik einer Frau Ypsilanti entspricht, ehemalige Parteigenossen von Parteimitgliedern in der Öffentlichkeit ignorieren zu lassen. Nein, es stellt auch gleichzeitig dar, welches interne Problem die SPD im Moment mit sich Selbst hat. Man sollte eigentlich meinen, das Parteien zu so etwas wie Selbstreflexion und intelligentem Handeln fähig sind. Eigentlich!

Die dümmliche Vorwahlaussage, niemals nicht mit DER LINKEN zusammen zu arbeiten, zeigt jetzt bereits spröde Risse. Das hieraus der gelebte Konservatismus nun die abenteuerliche Storie eines Wählerbetrugs strickt, macht aus allen eine verdammt ironische Angelegenheit. Immerhin ist es ja die CDU, die an dieser Stelle einen Wählerbetrug durchziehen will, da niemand in Hessen mehr ihren verehrten Roland Koch als Ministerpräsident haben will. Immerhin war das Wahlergebnis eindeutig.

Das DIE LINKE, die sich in Hessen zum größten Teil aus ehemaligen SPD-Mitgliedern rekrutiert hat, eine Gefahr für die in Hessen radioaktive SPD darstellt, ist im Bundesland bekannt. Aber wenn ich mir mal das für meinen Wahlkreis vorhandene Mitgliederverzeichnis anschaue, muß ich sehr schnell erkennen, das hier sehr viele alte Bekannte aus meiner eigenen Zeit als SPD-Mitglied versammelt sind. Fast der komplette Kreis Bergstraße DER LINKEn rekrutiert sich aus solchen ehemaligen Mitgliedern. Besonders Stolz bin ich hierbei auch auf jene ehemaligen JuSos, die ebenfalls bei DER LINKEn eingestiegen sind, weil sie von der Politik ihres obersten hessischen Repräsentanten maßlos enttäuscht wurden.

Doch nun zur Überschrift zurück. Eine von der Mama Sozialdemokratie angeführte Ampelkoalition scheidet schon einmal allein deshalb aus, weil dieses gesichtlose Etwas der FDP Null Einfluß im Land und keinerlei industrielle Freund- oder Seilschaften besitzt. Zudem wird durch die gelbe FDP der moderne Neoliberalismus vertreten, der doch mit der Bildungsgebühr hier in Hessen einen traurigen Höhepunkt erreichte. Die Ampel scheidet aus. Grundsätzlich.

Einmal würden hier die Grünen/B90 nicht mehr mitspielen. Zum anderem wäre eine solche Ampel mehr als instabil, da wir ja aus der Geschichte wissen, das die FDP gerne mal Mama Sozialdemokratie verrät, nur um an der Macht zu bleiben. So war es bei der ersten Amtszeit von Dr. (37.fach) Helmut Kohl schon und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Wenn man eine Machbarkeitsstudie starten würde, über die absolute Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer solchen Ampelkoalition, käme sehr schnell heraus, das eine solche Koalition einen Wählerbetrug darstellen würde. Auch wenn es Frau Ypsilanti nicht gefällt - aber dies wäre genau die Art Politik, die sie im neuen Hessen vertritt.

Keine Kommentare: