Montag, 4. Februar 2008

Der Laptop-Diebstahl von Berlin ...

Es war einmal eine Partei, die sich selbst als Mama Sozialdemokratie bezeichnet. Seit vielen, vielen Jahren nun stellt sie eine überaus erfolgreiche Justizministerin. Diese Justizministerin hat ihren Wahlkreis in Darmstadt (Stadtgebiet). Und sie bemühte sich sogar für die Landtagsabgeordnete Hofmann während des Landtagswahlkampfes ein wenig Werbung zu machen.

Nun ist vor einigen Tagen folgendes passiert - anscheinend hat sie es erst jetzt bemerkt - Frau Justizministerin hatte einen längeren Termin in ihrem Berliner Büro und kam verspätet nach Hause. In ihre Berliner Wohnung, nicht in ihr Darmstädter Domizil. Und erst einige Tage später fiel ihr auf, das eingebrochen worden war und ihre beiden Laptops nicht mehr da waren.

Nun stellen sich mir folgende Fragen:
  1. Wer kann ein Interesse an den beiden Laptops unserer Bundesjustizministerin haben?
  2. Gab es politische Gründe für die Tat?
  3. Befand sich auf einem der beiden Laptops die Urform des neuen Anti-Gewaltspiele-Gesetzes und wie sieht dieses Gesetz genau aus?
  4. Befand sich auf einem der beiden Laptops gar ein Egoshooter, der eigentlich verboten ist?
  5. Befanden sich ministeriale Unterlagen auf einem der beiden Laptops, die als geheim einzustufen sind?
  6. Befanden sich gar geheime ministeriale Gesetzespläne auf beiden Laptops?
  7. Befand sich auf einem der beiden Laptops das Steuerungsprogramm für die in Hessen zur Landtagswahl eingesetzten Wahlcomputer?
  8. Befanden sich überhaupt Daten (jeglicher Art) auf einem der beiden Laptops oder auf beiden?
  9. Befand sich die Urform eines neuen Notstandsgesetzes zugunsten des amtierenden Kanzlers auf einem oder beiden Laptops?
  10. Befand sich private eMailPost auf einem oder beiden Laptops?
  11. Befand sich generell die Bundesjustizministerin belastendes Material auf einem oder beiden Laptops?
Fragen über Fragen! Und nur so wenige Antworten. In der ersten Pressemitteilung über diese ruchlose Tat (die Polizei hat die Türschlösser untersucht, die keineswegs aufgebrochen erscheinen oder sonstwie schadhaft waren) sprach man davon, das sich keinerlei Daten auf beiden Laptops befanden.

Nun stellt sich mir hier die wichtigste Frage: Wenn keinerlei wichtige Daten auf den beiden Laptops waren, warum befanden sie sich dann bei Frau Zypries in ihrer Berliner Wohnung? Neu gekauft waren die Geräte nämlich nicht, der eine soll drei, der andere fünf Jahre alt sein. Zumindest sagen dies meine alten SPD-Kontakte im Unterbezirk. Wer ist denn bitte so blöd und stiehlt zwei absolut datenfreie Laptops aus der Wohnung einer Bundesjustizministerin und läßt sogar das bedeutend wertvollere Tafelsilber und das Meißner Porzellan stehen? Zumindest kein Dieb mit einem Migrationshintergrund. Diese Sorte von Einbrechern kann man bei dieser Tat schon einmal ausschließen. Diese hätten die Wohnung innerhalb kürzester Zeit leer geräumt.

Wenn also die Polizei von einem chirurgischen Einbruch spricht, auf welchen Gedanken kann man dann kommen, ohne sich das Hirn zermartern zu müssen, was nun genau gemeint ist?! Chirurgische Einbrüche kenne ich eigentlich nur aus der Agentenfilmserie 007 - James Bond. Ansonsten wird diese Einbruchstechnik nämlich nicht angewandt. Deshalb sollte Frau Zypries sofort zugeben, welche kritischen Daten sich auf ihrem Rechner befanden. Doch nicht etwa doch, wie in der Bloggosphäre vermutet, die 9 Gb britischer Sozilahilfeempfängerdaten?!

Liebe Frau Zypries, sagen sie doch bitte dem einfachen deutschen Bürger, was sich wirklich auf diesen beiden Laptops befand, damit er sich nicht weiter Sorgen machen muß. Am einfachsten wäre es natürlich, man käme auf die geniale Idee, einmal beim MI6 in London nachzufragen oder bei unserem Bündnispartner USA, bei dessen NSA. Jene beiden Geheimdienst sind dafür berühmt, das sie Dinge wieder finden, die andere Leute entweder verloren oder gestohlen haben.

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