Mittwoch, 5. März 2008

Mit Riesenschritten zurück ins Dritte Reich!

Es mag einem ja merkwürdig vorkommen. Aber der gelebte Konservatismus schießt mit dem Hessen und Bundesverteidigungsminister Jung nun wirklich den Vogel ab. Hier stellt sich die Frage, ob dies nur aus Naivität oder mit voller Absicht so geschieht.

Es war gestern ein ganz gewöhnlicher Parlamentarischer Abend des Reservistenverbands der Bundeswehr in Berlin - bis zu dem Zeitpunkt, als der Vorsitzende Reinhard Beck vorschlug, "besonderen Mut oder besondere Tapferkeit" von Soldaten mit einem neuen Orden zu würdigen: ausgerechnet in Form des Eisernen Kreuzes, das schon im Ersten und Zweiten Weltkrieg als Auszeichnung für Helden diente und von vielen Kriegsopfern mit den Schrecken der Hitler-Diktatur identifiziert wird.

Allein dieser Vorschlag, der bereits die entsprechenden Assoziationen weckt, läßt mich da nur noch kalt gruseln. Übrigens war dieses Thema kein Thema in den anderen so kritischen politischen Blogs, die man landauf, landab überall findet. Nicht einmal in den Blogs, in denen ich früher immer so gerne las.

In Deutschland wird von Seitens der CDU eine neue Gewaltherrschaft vorbereitet und die üblichen Verdächtigen schweigen dazu. Es kommt nicht einmal Applaus, den ich bei einigen Blogautoren durchaus verstehen könnte. In meinen Augen hat sich mit diesem angekündigten Schritt, das Eiserne Kreuz wieder einzuführen, unsere bundesdeutsche Politik erledigt. Vor allem die Partei, die diesen Müll wieder hochkocht. Anstatt Fantasie walten zu lassen, verfällt man auf altvordere Ideen. Bei einem solchen Outing von Seitens der CDU wäre ich nun noch vorsichtiger, ob ich wirklich zulässe, das Roland Koch (wenn auch nur kommissarisch) Ministerpräsident bleibt. Es läßt zumindest übles ahnen.

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