Sonntag, 9. März 2008

Denn Sie wissen, was sie tun ...

Eigentlich steht ja in der Bibel noch in diesem Vers das Wort Nicht dazwischen, aber ich glaube, dies kann ich mir hier getrost sparen. Die hessische Mama Sozialdemokratie beweist mit jedem Tag mehr, das sie eigentlich schon hirntot ist. Na ja, so ganz hirntot ja nicht.

Dumm gelaufen, würde ich sagen. Ok, Hubertus Heil sagt nun, Frau Ypsilanti stellt sich nun definitiv nicht mehr zur Wahl des Ministerpräsidenten am 5. April, weil sie einfach keine funktionierende Mehrheit zusammen kriegt. Und übersieht dabei, das Aunt Guido seinen Leuten in Hessen gleichfalls erlaubt hat, mit der SPD zumindest in einigen kleineren Punkten zusammen zu arbeiten.

Hubertus Heil Aussage ist gleichermaßen nicht vom Parteirat oder dem Parteivorsitzenden abgesegnet worden. Diese Aussage hat er aus eigenem Impuls heraus getroffen, weil er unbedingt einen Jürgen Walter als Ministerpräsidenten in Hessen sehen will. Und Jürgen Walter soll ja morgen bei den Gesprächen in Berlin gleichfalls anwesend sein. Jeder, der die Mausefalle SPD kennt, weiß, das Frau Ypsilanti sich bereits auf dem Heißen Stuhl befindet. Bevor also Frau Metzger aus Darmstadt aus der Partei austreten oder ihr Landtagsmandat abgeben muß, wird Frau Ypsilanti gegangen werden. Und zwar auf die in der SPD so typische Art. Ihr Heckenschütze heißt Jürgen Walter. Ich bin sicher4, das man in irgendeiner Odenwaldbehörde unweit der Bergstraße einen einfach zu machenden Job für Andrea Ypsilanti finden wird. Hoffentlich nicht in der Nähe von Frau Metzger, sonst bricht direkt wieder der Zickenkrieg aus.

Die Mama Sozialdemokratie ist in Hessen am Ende. Und dies nur, weil Frau Ypsilanti eine sehr merkwürdige Wahrnehmung von Wahrheit hat. Hätte sie vor der Wahl den anderen Parteien nicht etwas versprochen, was sowieso unhaltbar gewesen wäre, stände Hessen nun mit einer regierungsfähigen Mehrheit da. Statt dessen übernehmen wieder die neoliberalen Dumpfnasen der Partei die Kontrolle in Hessen. Dieses Armutszeugnis geht auf das Intrigantentum eines Herrn Walter zurück und seiner Müntefering-Seilschaften. An dieser Stelle sollte Kurt Beck handeln, wenn er seine Partei retten will. Ansonsten kann es passieren, das aus den Ortsvereinen noch mehr Bürger zu den LINKEn überlaufen, um Deutschland wieder eine soziale, demokratische Chance zu geben.

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