Montag, 31. März 2008

Abschluß im öffentlichen Dienst

Manche Sachen gibt es, die gibt es eigentlich gar nicht!

Der große Streik im öffentlichen Dienst ist ausgeblieben und wird weiterhin ausbleiben. Und warum? Weil auf einmal der Bund die Spendierhosen anhat. Und zwar so die Spendierhosen anhat, das man sich fragt - warum nur eine entsprechende Lohnerhöhung im öffentlichen Dienst? Warum nicht in den anderen Branchen auch entsprechend?

Der Bund macht etwas, das er im Namen des Aufschwungs der Industrie quasi indirekt untersagt hat. Eine überdimensionale Lohnerhöhung! Überdimensional? Mitnichten. Die Inflation in diesem Land liegt, Dank des €uro bei mittleren 3,5% dieses Jahres, im letzten Jahr lag sie noch bei 3,3%. Auch sehr gute Zahlen, oder etwa nicht?

Die zehnjährige Lohnzurückhaltung hat uns nur eines gebracht: Ein unglückliches Volk, das weder die Stromrechnungen, noch seine Lebenshaltungskosten tragen kann. Ist das nicht schön?

Aber nun geht der Bund mit gutem Beispiel voran und straft die Politik der vergangenen zehn Jahren Lügen. Endlich wird der Lohn im öffentlichen Dienst entsprechend angehoben. Um volle 8%. Wie ich bereits an anderer Stelle lesen durfte, begünstigt diese Entscheidung die höheren Dienstgrade im öffentlichen Dienst umso mehr. Und dies ist traurig. Wer wohlhabend ist, wird nun also dafür noch belohnt.

Im Vergleich zu den Hartz IV-Empfängern, Rentnern und Sozialhilfeempfängern, die zur Jahresmitte nur eine Aufstockung um maximal 1,1% zeigt sich der Bund hier wirklich spendabel. Ich finde dies wunderbar. Zeigt es doch eindeutig, das der Bund hier wirklich parteiisch entscheidet. Und wirklich spendabel ist. Die Leute, die Hartz IV-Empfänger, Rentner und Sozialhilfeempfänger drangsalieren bekommen eine entsprechende Lohnerhöhung, um die ausufernde Inflation auffangen zu können. Und was ist dabei mit den Armen?

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