Mittwoch, 5. März 2008

Simonis läßt grüßen ...

Mama Sozialdemokratie hat in Hessen mit argen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der eigene neoliberale Flügel, von Jürgen Walter, repräsentiert, scheint genauso großes Interesse an der Macht zu haben, wie der Linksflügel, der jetzt schon rechter daher kommt, als der alteingesessene und altmodisch denkende 'Seeheimer Kreis'. Aber die wahren Repräsentanten des 'Seeheimer Kreises' findet man heutzutage nur noch bei Den LINKEn.

Die Art von stalinistisch-deterministisch angehauchter Sozialdemokratie, wie sie die SPD vertritt, ist nicht mehr zeitgemäß. Klar, unter Frau Ypsilanti (deren Wahrheitswahrnehmung eindeutig einmal einer Überprüfung bedarf) hat die SPD Zugewinne in Hessen zu verzeichnen. Jedoch lieferte die Frau nicht eben Mal das beste Wahlergebnis des möglich machbaren ab. Und auch dies gibt zu denken.

Die parteiinternen Ratten und Leichenfledderer versammeln sich schon. Jene sind durchaus bereit, weitere fünf Jahre die kommissarische Regentschaft von Roland Koch zu akzeptieren. Da dies fünf Jahre des Stillstands im Lande wären, die man dazu Nutzen kann, eine andere Person aufzubauen.

Bei diesem SPD-internen Dilemma hier in Hessen dreht es sich nicht mehr um das Programm.- Das Programm von Frau Ypsilanti ist wählbar und teilweise sogar in einer ersten Legislaturperiode umzusetzen. Jedoch nicht der Teil mit dem vom Land geförderten Ökostrom, dieser hätte direkte Einbußen zur Folge. Dennoch gewann man mit der Person Andrea Ypsilanti die Landtagswahl und nicht mit einem durchdachten Wahlprogramm. Noch während man im Land nämlich am Wahlprogramm arbeitete, wurde von der Bundes-SPD die Mitgliederbefragung zum 'Hamburger Papier' durchgeführt. Wodurch die Glaubwürdigkeit des Wahlprogramms natürlich entsprechend litt.

Frau Ypsilanti ist noch in der Lage, ihre politische Glaubwürdigkeit zu retten. Nur dazu muß sie zuerst Herrn Jürgen Walter dazu bringen, auf sein Landtagsmandat zu verzichten und bereit sein, eine Koalition mit den LINKEn einzugehen. Nur so kann sie verhindern, das es ihr ergeht, wie seinerzeit Heide Simonis. Das sie von ihren eigenen Leuten rausgeworfen wird. Und das Herr Walter bereits vier Abweichler hinter sich versammelt hat, wurde hier ja bereits erwähnt.

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