Wiesbaden (AP) Die hessische CDU hat mit Ministerpräsident Roland Koch bei der Landtagswahl eine schwere Niederlage erlitten. Nach den ersten Hochrechnungen verloren sie mehr als zwölf Prozentpunkte und haben auch zusammen mit der FDP keine regierungsfähige Mehrheit mehr. Die SPD wurde mit Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti sensationell zum ersten Mal seit 16 Jahren wieder stärkste Partei. Ob es zum Regierungswechsel mit Hilfe der Grünen reicht, blieb aber zunächst offen. Die Linkspartei verfehlte offenbar knapp den Einzug in den Wiesbadener Landtag.
Laut ARD erhielten die Christdemokraten mit Ministerpräsident Roland Koch am Sonntag 35,5 Prozent. Bei der letzten Wahl 2003 hatten sie noch 48,8 Prozent erreicht. Für die SPD mit Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti stimmten dieser Prognose zufolge 37,5 Prozent (2003: 29,1 Prozent), für die Grünen 8,0 Prozent (2003: 10,1 Prozent) und für die FDP 9,5 Prozent (2003: 7,9 Prozent). Die Linke, die erstmals in Hessen antrat, erreichte demnach 4,9 Prozent. Der ZDF-Prognose zufolge erreichte die CDU in Hessen 36,5 und die SPD 37,0 Prozent. Für die Grünen sagte der Mainzer Sender 8,0 Prozent voraus, für die FDP 9,0 Prozent. Die Linke kam demnach auf 4,8 Prozent.
Bei der hessischen Landtagswahl zeichnet sich nach ersten Hochrechnung für ARD und ZDF ein äußerst knapper Ausgang ab. Laut den gegen 18.15 Uhr veröffentlichten Hochrechnungen von Infratest dimap und Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen legt die SPD mit ihrer Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti erheblich zu und kommt auf 37,1 bis 37,5 Prozent. Die CDU von Ministerpräsident Roland Koch erleidet starke Verluste und landet bei 35,7 bis 36,3 Prozent. Die FDP erreicht 9,1 bis 9,4 Prozent, die Grünen erhalten bei beiden Sendern acht Prozent.
Stand: 19:20 Uhr
Wiesbaden (AP) Die hessische CDU hat mit Ministerpräsident Roland Koch bei der Landtagswahl eine schwere Niederlage erlitten. Nach den ersten Hochrechnungen verloren sie mehr als zwölf Prozentpunkte und haben auch zusammen mit der FDP keine regierungsfähige Mehrheit mehr. Die SPD wurde mit Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti sensationell zum ersten Mal seit 16 Jahren wieder stärkste Partei. Ob es zum Regierungswechsel mit Hilfe der Grünen reicht, blieb aber zunächst offen. Die Linkspartei verfehlte offenbar knapp den Einzug in den Wiesbadener Landtag
Die Linkspartei hat nach einer neuen ZDF-Hochrechnung den Einzug in den Wiesbadener Landtag offenbar doch geschafft. Der Mainzer Sender sah die Linke am Sonntagabend kurz nach 19.00 Uhr exakt bei 5,0 Prozent. Demnach erhielte die Partei sechs Sitze. CDU und FDP kämen laut dieser Hochrechnung auf zusammen 53 Sitze und SPD und Grüne zusammen auf 51 Sitze.

Stand: 19:40 Uhr
"Wir haben für eine andere politische Kultur in diesem Land gekämpft und wir haben gewonnen", sagte Ypsilanti in Wiesbaden. Die Christdemokraten unter Ministerpräsident Roland Koch hatten bislang die absolute Mehrheit inne. "Wir sagen heute abend, die Sozialdemokratie ist wieder da", sagte die 50-Jährige unter dem Jubel ihrer Anhänger. Die SPD habe gezeigt, dass man mit den Themen Gerechtigkeit für alle, Bildung und erneuerbaren Energien Wahlen gewinnen kann. "Das gilt auch für die Bundesebene", betonte Ypsilanti.
Stand: 20:00 UhrNach dramatischen Verlusten für die alleinregierende CDU in Hessen und hohen Gewinnen für die SPD droht Koch laut Hochrechnungen von ARD und ZDF der Machtverlust. Schwarz-Gelb und Rot-Grün lagen gleichauf. Unklar ist aber noch, ob SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti die Mehrheit der Sitze im Landtag bekommt. Nach Hochrechnungen (19.30 Uhr) schaffte die Linke den Einzug in den Landtag in Wiesbaden. Demnach hätte ein Bündnis von SPD, Grünen und Linken dort eine rechnerische Mehrheit. Ypsilanti hatte eine Zusammenarbeit mit der Linken ausgeschlossen.
Update:
Das vorläufige amtliche Endergebnis für Hessen. Die CDU hat es doch noch geschafft und siegt als stärkste Partei mit einem denkbar knappen Vorsprung von 0,1%. Im Detail: CDU: 36,8 %, SPD: 36,7 %, Grüne: 7,5 %, FDP: 9,4 %, Linke: 5,1%
(Quelle: ARD)
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