Donnerstag, 10. Januar 2008

Schulmisere á la Mama Sozialdemokratie

Ach, was ist die CDU böse!

Und wie springt sie nur mit den armen Migrantenkindern um. So sehr wird mit diesen umgesprungen, das sie quasi gezwungen sind, kriminelle kleine Ausländer zu werden! Mal ganz ehrlich, Frau Ypsilanti - laufen sie noch rund?

Ja, wir kennen uns persönlich. Leider, muß ich sagen! Aber ich hätte nie gedacht, das sie in diese Ausländerdebatte um das miese Schulsystem Hessens auch noch ihren elfjährigen Sohn reinziehen lassen. Ach ja, stimmt ja. Der geht ja gar nicht auf die Gesamtschule mit Ganztagsbetreuung nach Unterrichtsgarantie plus, sondern auf eine Privatschule, da angeblich in ihrer häuslichen Umgebung keine Ganztagsbetreuung für den lieben Kleinen möglich ist!

Ganz ehrlich. Das momentane SPD-Wahlprogramm ist mehr als nur ein schlechter Treppenwitz. Immerhin gibt der Focus Online unumwunden zu, das alle Leute, die in Darmstadt und Wiesbaden an der Unterschriftenaktion mit dem Mindestlohn gleichfalls von Frau Ypsilanti getäuscht wurden. Die Aktion soll nicht FÜR, ich betone FÜR, den Mindeslohn sein, sondern DAGEGEN. So etwas muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Deutschlands Partei der Erfinder von Hartz IV (Label: Armut für alle) übertrifft sich dieser Tage vor der Wahl am 27. Januar mal wieder selbst. Nicht nur das man den Hartz IV-Kanzler offiziell reanimiert hat. Nein, die Partei der deutschen Volksverblödung ist sich nicht zu Schade, seine hessische Kandidatin während eines Focus-Interviews noch mehr Schwachsinn von sich geben zu lassen, als es im allgemeinen schon der Fall ist.

Um es offen heraus zu sagen: Jürgen Walter ist der eindeutig bessere und qualifiziertere Mann für den Posten des Ministerpräsidenten von Hessen als es Frau Ypsilanti je werden könnte. Ich habe echt nichts dagegen, wenn wohlhabende Leute Wasser und Armut predigen, aber selbst im Weinrausch ihren Reichtum ausleben. Dies ist sogar für hessische Zustände eher normal. Man schaue sich nur die Herkunft unseres aktuellen Ministerpräsidenten an. Dessen Vater monierte schon als Jugendlicher die Erhebung einer Bildungsgebühr für arme Familien, während Besserverdienende seinerzeit Dank eines BaFÖGzuschußes weitgehend davon verschont wurden. Das der Junior nun, Dank bessergestellter Bildung genau den gleichen Fehler umgekehrt macht, zeigt uns schon, wie die nächste Generation Ypsilanti mit dem Volksvermögen umgehen wird.

Auch in dem Interview danach gefragt, wie ihr Aufbauplan Hessen denn zu finanzieren sei, schwieg sich die 'rote' Befreierin der Volksmassen in Hessen mal wieder aus. Also hier noch einmal die Frage, damit sie auch wirklich verstanden wird: Liebe Frau Ypsilanti, wie gedenken sie 1200 Polizei-, 150 Richter- und 2600 Lehrerstellen gegenzufinanzieren? Und dies noch innerhalb ihrer ersten Legislaturperiode? Dies sind die entscheidenden Fragen in diesem Wahlkampf!

Ihr Kontrahent und Amtsinhaber, der mir auch nicht sonderlich sympathisch ist, gibt wenigstens zu, das die 40 Millionen Euro, die allein schon für die Richter- und Polizeistellen gebraucht werden, nicht in der Landeskasse vorhanden sind. Es sei denn, der FFMler Flughafen wird entsprechend ausgebaut und dort auf das Nachtflugverbot verzichtet. Dann ist es durchaus möglich, dieses Land innerhalb einer weiteren Legislaturperiode wieder im Innerem kampfbereit zu machen. Obwohl Polizei nicht den direkten Bürgerschutz darstellen, sondern nur den langen Arm der staatlichen Sicherungsgewalt. Ja, wir sind in diesem Land an Richtern unterbesetzt. Aber lag es nicht auch an der parlamentarischen Opposition, die den Landeshaushalt durchgewunken hat, das es so gekommen ist?!

Das die SPD gegen die Unterrichtsgarantie plus so vehement Partei ergreift, läßt sich nur dann nachvollziehen, wenn man weiß, das der Sohn von Frau Ypsilanti (wie die Kinder von einigen Landtagsabgeordneten) auf eine hessische Privatschule geht. Gerüchteweise soll es sogar heißen, das die Tochter jener Frau in der Fraktion, die für Bildungsfragen zuständig ist (Habermann, glaube ich) in Mainz auf eine Privatschule ginge. Nur leider ist dies nur ein Gerücht, das man so aufschnappt und bisher konnte ich dem nicht nachrecherchieren.

Das heutige Aufplustern von Frau Ypsilanti ist bezeichnend für das komplette Verhalten der SPD in Hessen. Mutwillig werden kompetente Leute aus Vorstandsposten gedrängt, weil ihre Denkweise und ihr Handeln verschiedenen Leuten nicht gefallen. Hessenweit waren da die Müntefering-Fanclubs sehr zielstrebig. Das nun DIE LINKE diese Leute teilweise übernommen hat, hat innerhalb der SPD (wohl auf Anweisung von Frau Ypsilanti) zu einer Art Austrittsverbot geführt. Mitglieder, die faktisch schon ausgetreten sind, werden weiterhin als aktive Mitglieder geführt. Nur halt eben nicht mehr in dem Ehrenamt, in das sie gewählt wurden.

Die Bildung in Hessen ist nicht nur einfach schlecht. Sie ist grottenschlecht. Und dies heißt, das die SPD dies zum Teil als parlamentarische Opposition mitzuverantworten hat. Man hätte sich ja vorher schon zu Wort melden und diesen Schwachsinn von Frau Wolff abbremsen oder mildern können, anstatt ihn als Wahlkampfmunition zu mißbrauchen. Unsere jetzige Bildungsministerin ist nicht das gelbe vom Ei. Schaue ich mir jedoch die Entsprechung von ihr im Ypsilanti-Schattenkabinett an, bekomme ich das kalte Grausen. Frau Habermann wird übergangen - zugunsten einer Person, die in bildungstechnischen Fragen nicht einmal an das niedrige Niveau von Frau Wolff heran kommt.

Das die Bildung sehr im Argen liegt, sagt auch die weitere Aussage von Frau Ypsilanti aus, wenn sie falsch behauptet, daß die Partei DIE LINKE rückwärtsgewandt sei. Nun gut, man kann nicht auf jeden modernistischen Zug aufspringen und dabei Menschenrechte außer Acht lassen. Gut, die SPD unter dem Hartz IV-Kanzler konnte es. Aber dieses deutsche Kapitel ist Schnee von gestern. Die argwöhnischen Äußerungen einer Frau Ypsilanti an dieser Stelle reizen mich eher nur noch zum Lachen. Die gute Frau vergißt dabei, das die LINKE durchaus in der Lage ist, diesmal in den hessischen Landtag einzuziehen. Auch wenn es ihr persönlich nicht sonderlich gefällt - sie ist auf die Unterstützung der LINKEn angewiesen, will sie Landeschefin werden und Roland Koch in die Wüste schicken. Bisher hielt ich es nur für ein Gerücht.

Aber hier in Hessen beweist die SPD mal wieder, das sie absolut regierungsunfähig auf Landesebene ist. Jemand, der nur durch Intrigen und Machtgebaren in die Führungsposition der Landespartei gekommen ist, kann nicht das Format haben ein Bundesland entsprechend weise und intelligent zu führen. Hier steht uns also die nächste Bildungskatastrophe erst noch bevor, wenn die SPD ohne die Hilfe der LINKEn an die Macht kommt. Mit ihren Äußerungen zeigt Frau Ypsilanti auch, das sie die Theatergruppe um Herrn al-Wazir (den sie privat, nach eigenen Aussagen, sehr schätzt) um einiges überschätzt. Die Hessen haben aus der lebenden Bildungskatastrophe Joschka Fischer entscheidendes gelernt. Solch ein Fehler wird sich auf Landesebene nicht noch einmal wiederholen.

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