Mittwoch, 16. Januar 2008

Kein Privatleben - aber Politik !

Der Spitzenkandidat der SPD schießt in der letzten Zeit mehr Vögel ab, als wirklich fliegen. Nun hat er ein neues Ziel für seinen diffamierenden Wahlkampf in Niedersachsen gefunden. Normalerweise würde ein solches Thema hier ja ignoriert, aber das Verhalten von Jüttner läßt sehr tief blicken, wie es in der Bundes-SPD eigentlich aussieht. Die Mutter aller Sozialdemokratie (die den zweiten Teil ihrer Spezifikation bereits vergessen hat) beginnt mit schmutziger Munition auf den Gegenkandidaten zu schießen.

Der CDU-Landeschef, an für sich ein eher leiser, aber Herrn Roland Koch in Hessen in Nichts nachstehender Typ, hat sich kurz vor der wahl von seiner langjährigen Ehefrau getrennt und bei einer Wahlveranstaltung seine Geliebte und zukünftige Ehefrau (pfui, wie unkonservativ!) präsentiert. Dummerweise ist diese Geliebte auch noch schwanger vom amtierenden Ministerpräsidenten.

Nun sieht sich Jüttner, der SPD-Spitzenkandidat, darin bestätigt, das die komplette niedersächsische CDU nur ein Haufen von unmoralischen, unsozialen Egoisten ist. Konterte er doch sinnigerweise damit, das eben jener Ministerpräsident Wullf mit Namen, seiner Zeit gegen den Hartz IV-Kanzler Gerhard Schröder genauso geschossen hätte, weil dieser ebenfalls bei einer Wahlveranstaltung seine jetzige Ehefrau mitgebracht und sich vorher von seiner Hillu getrennt hätte.

Für mich ist das Messen mit zweierlei Maß Herr Jüttner und sie machen damit der Mama der Sozialdemokratie absolut NULL Ehre, wenn sie ihren politischen Gegner in dieser Form angreifen. Wäre es nicht besser gewesen, auf die Bilder des Privatdedektivs zurückzugreifen, den ihre Partei schon seit Jahren beschäftigt, und der ständig die Dinge protokolliert, die Herr Wulff angeblich anstellt?

Herr Wulff tut das Richtige, wie Anno dazumal auch der Hartz IV-Kanzler. Er wechselt einfach die Vorzeigefrau aus (obwohl ich sagen muß, seine jetzige EX sieht tausendmal besser aus als der dicke Trampel, der jetzt an seiner Seite befindlich ist), um sich ein besseres Leben in seiner nächsten Legislatur zu sichern. Dagegen ist doch nichts zu sagen, muß er doch von seinem Verdienst als Ministerpäsident nun auch seine alte Ehefrau mit vollem Anspruch versorgen. Soviel zum Leben bleibt ihm da nicht. Unter Umständen muß er sogar Hartz IV beantragen, das sein Amtsvorgänger und späterer Kanzler eingeführt hat. Worüber sich Herr Jüttner an dieser Stelle nun so aufregt, entzieht sich echt meiner Logik.

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