Samstag, 19. Januar 2008

JUSOs verlangen Parteiausschluß

Den Letzten beißen die Hunde, oder die RWE Power AG.

Wolfgang Clement, EX-Wirtschaftsminister unter dem Hartz IV-Kanzler, ist nun von den JUSOs eindeutig aufgefordert worden, entweder selbst die Partei zu verlassen oder aber dann ausgeschlossen zu werden. Da ich die Geschwindigkeit der SPD bei solchen Parteiausschlüssen kenne, weiß ich, das die Drohung der JUSOs, die man bereits in gewissen Zeitungen finden kann, alles andere als eine leere Drohung darstellt.

Ein hartes Vorgehen verlangt nun die SPD-Jugendorganisation. Die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel drohte am Abend offen mit einem Rausschmiss Clements aus der Partei: "Das Maß der Illoyalität Clements gegenüber seiner eigenen Partei ist mehr als unglaublich." Offenbar habe sich der Ex-Minister zwischen Atomlobby und SPD klar gegen die Sozialdemokratie entschieden. "Das kann nur heißen: Er muss seiner eigenen Ankündigung vom Dezember nachkommen und aus der SPD austreten. Anderenfalls kann man ihm diesen Schritt auch abnehmen."

Der größte Witz an der Geschichte ist, das ich dies bereits am gestrigen Nachmittag dem SPD-Vorsitzenden Kurt Beck anriet, Wolfgang Clement vor die Tür zu setzen. Mir ist zwar klar, das Frau Ypsilanti die nicht gerade schlechteste Wahl, aber dennoch eine schlechte Wahl für Hessen darstellt. Aber noch steht sie moralisch besser da als ihr Amtsvorgänger in spe, Roland Koch, so das ich eher dafür plädiere, das sie die neue Ministerpräsidentin wird. Ansonsten würde ich mich auch darüber freuen, wenn die LINKE durch den Aufruf von Herrn Clement nun gleich die 30%-Hürde knackt und so stattdessen an Stelle der SPD das Bundesland regiert. Diese Alternative wäre zumindest besser als der Alptraum, den der RWEler Clement hier prophezeiht und dies nur, weil die RWE mit dem Kraftwerk Biblis ein AKW kurz vor der Abschaltung besitzt. Wenn Ypsilanti dies AKW abschaltet, wird es sehr, sehr dunkel in Hessen. Schon fast so schwarz sehen die Leute dann, wie jetzt schon unter dem Konservativen Roland Koch.

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